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# Join der Excel-Tabellen anhand der harmonisierten Zonencodes (CH_CODE_HN) mit den jeweiligen Layern für Wohn-, Mischzonen und Zonen für öffentliche Bauten und Anlagen.
# Join der Excel-Tabellen anhand der harmonisierten Zonencodes (CH_CODE_HN) mit den jeweiligen Layern für Wohn-, Mischzonen und Zonen für öffentliche Bauten und Anlagen.
# Lärmwerte zusammenfassen: Mit Tool "Reclassify" (spatial analyst) neue Werte zuweisen
# Lärmwerte zusammenfassen: Mit Tool "Reclassify" (spatial analyst) neue Werte zuweisen
# Bauzonen selektieren: Mit "Select by attributes" Wohnzonen, Mischzonen und ÖBA selektieren
# Bauzonen selektieren: Mit "Select by attributes" Wohnzonen, Mischzonen und Zone für öffentliche Bauten und Anlagen selektieren
# Mit Tool "Euclidean distance" (search, toolbox) Lärmwerte in bestimmter Entfernung zu den Bauzonen auswählen:
# Mit Tool "Euclidean distance" (search, toolbox) Lärmwerte in bestimmter Entfernung zu den Bauzonen auswählen:
# Schulstandorte auf [https://map.search.ch/ map.search.ch/] ermitteln
# Schul- und Altersheimstandorte auf [https://map.search.ch/ map.search.ch/] ermitteln
# Entsprechende Gebäudeflächen im ArcMap einzeln auswählen und im Bearbeitungsmodus in der Tabelle jeweils Attribut "Schulhaus" ergänzen<br/> [[Datei:Schulhaus Nutzung.PNG|200px|thumb|left|Schulhäuser selektieren und Attribute bearbeiten]] <br/> <br/> <br/> <br/> <br/> <br/> <br/> <br/> <br/>
# Entsprechende Gebäudeflächen im ArcMap einzeln auswählen und im Bearbeitungsmodus in der Tabelle jeweils Attribut "Schulhaus" oder "Altersheim" ergänzen<br/> [[Datei:Schulhaus Nutzung.PNG|200px|thumb|left|Schulhäuser selektieren und Attribute bearbeiten]] <br/> <br/> <br/> <br/> <br/> <br/> <br/> <br/> <br/>
# Aus allen Gebäuden mit diesem Attribut neuen Layer erstellen
# Aus allen Gebäuden mit den Attributen "Schulhaus" und "Altersheim" jeweils einen neuen Layer erstellen
# Dasselbe mit Altersheimen
# Tool "Euclidean distance" (search, toolbox) anwenden und Lärmwerte am Tag in 100 m-Entfernung für Altersheime und Schulhäuser auswählen:
# Tool "Euclidean distance" (search, toolbox) anwenden und Lärmwerte am Tag in 100 m-Entfernung zu Altersheimen auswählen:
#*Euclidean Distance ➔ Altersheime
#*Euclidean Distance ➔ Altersheime
#*maximum distance = 100 m
#*maximum distance = 100 m
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#*reverse new values, no Data = 0
#*reverse new values, no Data = 0
#*Farbe anpassen
#*Farbe anpassen
# Dasselbe für die 100 m-Entfernung zu Schulhäusern am Tag
# Dasselbe für die 100 m-Entfernung zu Schulhäusern (am Tag)
# Tool "Reclassify" anwenden auf das Ergebnis ➔ "recla_sh"<br/> [[Datei:Reclassify AH SH.PNG|200px|thumb|left|Tools Euclidean und Reclassify für Altersheime und Schulhäuser (am Tag)]] <br/> <br/> <br/> <br/> <br/> <br/> <br/> <br/> <br/>
# Tool "Reclassify" anwenden auf das Ergebnis ➔ "recla_sh"<br/> [[Datei:Reclassify AH SH.PNG|200px|thumb|left|Tools Euclidean und Reclassify für Altersheime und Schulhäuser (am Tag)]] <br/> <br/> <br/> <br/> <br/> <br/> <br/> <br/> <br/>
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Buffer Strasse.PNG|Tool "Buffer"
Buffer Strasse.PNG|Tool "Buffer"
Polygon to Raster.PNG|Tool "Polygon to raster": Schritt 1
Polygon to Raster.PNG|Tool "Polygon to raster": Schritt 1
Strasse Raster Ergebnis.PNG|Schritt 2 (Ergebnis)
Strasse Raster Ergebnis.PNG|"Polygon to raster": Schritt 2 (Ergebnis)
Eine Schwierigkeit war, dass das Tool "Polygon to Raster" bei den Strassen nicht direkt funktioniert hat. Der entstandene Raster deckte nicht mehr das ganze Strassennetz ab, was zu einer Ungenauigkeit bei der weiteren Bearbeitung führen würde. Deswegen musste man als Alternative zuerst das Tool "Buffer" (Strasse=Polygon) benützen.<br/><br/>
Eine Schwierigkeit war, dass das Tool "Polygon to Raster" bei den Strassen nicht direkt funktioniert hat. Der entstandene Raster deckte nicht mehr das ganze Strassennetz ab, was zu einer Ungenauigkeit bei der weiteren Bearbeitung führen würde. Deswegen musste man als Alternative zuerst das Tool "Buffer" (Strasse = Polygon) benützen.<br/><br/>
Ausserdem fehlten die Immissionsgrenzwerte bei der Lärmkarte. Deswegen musste man sie in einer Excel-Tabelle (Werte aus Lärmschutzverordnung LSV) eingeben und mit den relevanten Bauzonen (Wohn- und Mischzonen sowie Zonen für öffentliche Bauten und Anlagen) "joinen". Ausserdem ist darauf zu achten, dass immer der gleiche Bezugsperimeter, welcher die ganze Stadt St. Gallen abdeckt, in den jeweiligen Prozessen (Euclidean Distance, Reclassify, Raster Calculator) definiert wird. Ansonsten passiert es, dass nur für einen beschränkten Perimeter Auswertungen gemacht werden. Für die vorliegende Arbeit wurde jeweils der Layer "rastcalc_N" als Referenz verwendet.
Zudem fehlten die Immissionsgrenzwerte bei der Lärmkarte. Deswegen musste man sie in einer Excel-Tabelle (Werte aus der Lärmschutzverordnung LSV) eingeben und mit den relevanten Bauzonen (Wohn- und Mischzonen sowie Zonen für öffentliche Bauten und Anlagen) "joinen".<br/><br/>
Ausserdem ist darauf zu achten, dass immer der gleiche Bezugsperimeter, welcher die ganze Stadt St. Gallen abdeckt, in den jeweiligen Prozessen (Euclidean Distance, Reclassify, Raster Calculator) definiert wird. Ansonsten passiert es, dass nur für einen beschränkten Perimeter Auswertungen gemacht werden. Für die vorliegende Arbeit wurde jeweils der Layer "rastcalc_N" als Referenz verwendet.
== Fazit, Empfehlung==
== Fazit und Ausblick ==
Text
Solche Analysen können Behörden helfen, die knappen Ressourcen effizienter und zielgerichteter einzusetzen. Das Endergebnis zeigt auf, wo die Lärmbelastung am grössten ist und am dringendsten ein Sanierungsbedarf (Temporeduktion, bauliche Massnahmen, etc.) besteht.<br/><br/>
Mit der gleichen Vorgehensweise können auch für den Strassenlärm in der Nacht die Potentialgebiete zur Sanierung betreffend Verkehrslärm ermittelt werden. Bei der Ermittlung für die Nachtwerte fallen die Schulen dann jedoch weg, da in der Nacht kein Schulunterricht stattfindet und dementsprechend Verkehrslärm keine Auswirkungen auf die Schulen bzw. Zonen für öffentliche Bauten hat. Ausserdem könnten nebst Schulen und Altersheimen auch Kernzonen für das Vorgehen herangezogen werden: In Gebieten mit Zentrumsfunktion gibt es viele FussgängerInnen mit flächigen Querungsbedürfnissen. Verkehrsberuhigungen könnten also auch hier die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmenden erhöhen. Und auch Unfall-Hotspots könnten sich für ebensolche Massnahmen als relevant erweisen.<br/><br/>
Um die Ergebnisse präzisieren zu können, kann man in einem weiteren Schritt Zahlen zur Bevölkerungsdichte verwenden. Somit kann die Stärke der Betroffenheit ermittelt werden, resp. an welcher Stelle am meisten Menschen von einer Lärmsanierung profitieren würden. Damit würde eine neue, präzisere Priorisierung zustande kommen.
Der Begriff Verkehrsberuhigung bezeichnet Massnahmen, die sich bei verschiedenen Defiziten im Siedlungsraum als zielführend erweisen können. Grundsätzlich geht es darum, die Verkehrssicherheit und Qualität des Wohnumfeldes zu erhöhen, indem der motorisierte Verkehr möglichst verdrängt (falls quartierfremd) oder verlangsamt wird.
"Die Entwicklung und Umsetzung verkehrsberuhigender Maßnahmen verfolgt die folgenden, auf den wesentlichen Kern zusammengefassten, Ziele:
Verbesserung der Verkehrsverhältnisse für alle Verkehrsteilnehmer
Verbesserung der Qualität des Wohnumfeldes
Verbesserung der Standortqualität von Einzelhandels- und Dienstleistungsunternehmen"
Konkret kann eine Verkehrsberuhigung folgende positiven Auswirkungen haben:
Reduktion der Unfälle
Lärmreduktion
Sicherheit für Fussgänger, besonders in Gebieten mit Zentrumsfunktion (viel Fussverkehr) oder im Umfeld von Schulen (Schulwegsicherheit)
Bei einem wesentlichen Nachteil sind Verkehrsberuhigungsmassnahmen allerdings zu hinterfragen:
Verlangsamung des ÖVs (Fahrplanstabilität)
Aufgabe
Übersichtsplan
Grundsätzlich ging es darum, mit dem GIS-Programm ArcMap (ArcGIS, von ESRI) einer raumlanerischen Fragestellung nachzugehen. Konkret wurde also die Ermittlung von Standorten mit Potential für Verkehrsberuhigungsmassnahmen als Aufgabe definiert. Anhand von GIS-Analysen sollen diese Standorte ermittelt werden. Ziel ist, eine Entscheidungsgrundlage für die Behörden zu haben.
Perimeter
Als Betrachtungsperimeter wurde das Gemeindegebiet der Stadt St. Gallen definiert.
Thema
Aus der Aufgabenstellung wurden folgende Fragestellungen definiert:
Bei welchen Bauzonen werden die Planungs- bzw. Immissionsgrenzwerte (oder sogar Alarmwerte) überschritten?
Wo befinden sich Schulen und Altersheime?
Diese Fragestellungen werden in vier Arbeitsschritten bearbeitet.
ARE Bauzonen (reduziert auf Bearbeitungsperimeter)
Erstellen von Excel-Tabellen mit Empfindlichkeitsstufen (ES) und Belastungsgrenzwerten (Werte für Tag) gemäss Lärmschutzverordnung (LSV): Excel-Tabelle mit den Belastungsgrenzwerten
Erstellen von einem Layer Bauzonen mit Belastungsgrenzwerten (je ein Layer für Wohnzonen, Mischzonen, Zone für öffentliche Bauten und Anlagen).
Join der Excel-Tabellen anhand der harmonisierten Zonencodes (CH_CODE_HN) mit den jeweiligen Layern für Wohn-, Mischzonen und Zonen für öffentliche Bauten und Anlagen.
Lärmwerte zusammenfassen: Mit Tool "Reclassify" (spatial analyst) neue Werte zuweisen
Bauzonen selektieren: Mit "Select by attributes" Wohnzonen, Mischzonen und Zone für öffentliche Bauten und Anlagen selektieren
Mit Tool "Euclidean distance" (search, toolbox) Lärmwerte in bestimmter Entfernung zu den Bauzonen auswählen:
Schul- und Altersheimstandorte auf map.search.ch/ ermitteln
Entsprechende Gebäudeflächen im ArcMap einzeln auswählen und im Bearbeitungsmodus in der Tabelle jeweils Attribut "Schulhaus" oder "Altersheim" ergänzen Schulhäuser selektieren und Attribute bearbeiten
Aus allen Gebäuden mit den Attributen "Schulhaus" und "Altersheim" jeweils einen neuen Layer erstellen
Tool "Euclidean distance" (search, toolbox) anwenden und Lärmwerte am Tag in 100 m-Entfernung für Altersheime und Schulhäuser auswählen:
Layer Properties ➔ Farben anpassen ➔ Wert "0" = No color
Galerie
Selektierte Strassen
Tool "Buffer"
Tool "Polygon to raster": Schritt 1
"Polygon to raster": Schritt 2 (Ergebnis)
Tool "Reclassify": Schritt 1
"Reclassify": Schritt 2
Tool "Raster Calculator"
Endkarte
Resultat
Endkarte
Auf der Karte sieht man nun in gelb bis rot, wo die Strassenabschnitte liegen, wo eine Verkehrsberuhigung sinnvoll wäre. Je roter, desto höher die Priorität.
Schwierigkeiten
Eine Schwierigkeit war, dass das Tool "Polygon to Raster" bei den Strassen nicht direkt funktioniert hat. Der entstandene Raster deckte nicht mehr das ganze Strassennetz ab, was zu einer Ungenauigkeit bei der weiteren Bearbeitung führen würde. Deswegen musste man als Alternative zuerst das Tool "Buffer" (Strasse = Polygon) benützen.
Zudem fehlten die Immissionsgrenzwerte bei der Lärmkarte. Deswegen musste man sie in einer Excel-Tabelle (Werte aus der Lärmschutzverordnung LSV) eingeben und mit den relevanten Bauzonen (Wohn- und Mischzonen sowie Zonen für öffentliche Bauten und Anlagen) "joinen".
Ausserdem ist darauf zu achten, dass immer der gleiche Bezugsperimeter, welcher die ganze Stadt St. Gallen abdeckt, in den jeweiligen Prozessen (Euclidean Distance, Reclassify, Raster Calculator) definiert wird. Ansonsten passiert es, dass nur für einen beschränkten Perimeter Auswertungen gemacht werden. Für die vorliegende Arbeit wurde jeweils der Layer "rastcalc_N" als Referenz verwendet.
Fazit und Ausblick
Solche Analysen können Behörden helfen, die knappen Ressourcen effizienter und zielgerichteter einzusetzen. Das Endergebnis zeigt auf, wo die Lärmbelastung am grössten ist und am dringendsten ein Sanierungsbedarf (Temporeduktion, bauliche Massnahmen, etc.) besteht.
Mit der gleichen Vorgehensweise können auch für den Strassenlärm in der Nacht die Potentialgebiete zur Sanierung betreffend Verkehrslärm ermittelt werden. Bei der Ermittlung für die Nachtwerte fallen die Schulen dann jedoch weg, da in der Nacht kein Schulunterricht stattfindet und dementsprechend Verkehrslärm keine Auswirkungen auf die Schulen bzw. Zonen für öffentliche Bauten hat. Ausserdem könnten nebst Schulen und Altersheimen auch Kernzonen für das Vorgehen herangezogen werden: In Gebieten mit Zentrumsfunktion gibt es viele FussgängerInnen mit flächigen Querungsbedürfnissen. Verkehrsberuhigungen könnten also auch hier die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmenden erhöhen. Und auch Unfall-Hotspots könnten sich für ebensolche Massnahmen als relevant erweisen.
Um die Ergebnisse präzisieren zu können, kann man in einem weiteren Schritt Zahlen zur Bevölkerungsdichte verwenden. Somit kann die Stärke der Betroffenheit ermittelt werden, resp. an welcher Stelle am meisten Menschen von einer Lärmsanierung profitieren würden. Damit würde eine neue, präzisere Priorisierung zustande kommen.